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11.06.2006
Ein Witterungsregelfall mit einer statistisch hohen Eintreffwahrscheinlichkeit von fast 90 Prozent ist die sogenannte Schafskälte um den 11. Juni.
Damit sind empfindlich kühle, wechselhafte und oft auch regenreiche Tage gemeint, die sich nach einer ersten sommerlich warmen Witterungsperiode Ende Mai meist noch vor Mitte Juni einstellen.

Die aktuelle Prognose lässt jedoch erkennen, dass diese Tage schon Ende Mai aufgetreten sind.
Eine typische Schafskälte braucht eine kühle und feuchte Nordwestströmung.
Bei einer "richtig echten Schafskälte", wie sie z.B. im Jahre 1998 aufgetreten ist, fallen die durchschnittlichen Temperaturen auf etwa 5-10 Grad ab.
Der Temperaturabfall um den 11. Juni ist auf den Kuppen der Mittelgebirge , die ja einige 100-1000m vom erwärmten Tiefland weg in die kühle freie Atmosphäre hineinragen, wesentlich schärfer ausgeprägt als im Tiefland, daher kann dort auch etwas Schnee erwartet werden.
Der Name "Schafskälte" soll an die frisch geschorenen Schafe erinnern, denen die kühlen Temperaturen um den 11. Juni durchaus gefährlich werden können.
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